Dampfen

Wie die Vorfälle in den USA den E-Zigaretten Markt auf den Kopf stellen…

23. Oktober 2019

E-Zigaretten haben es momentan nicht leicht. Der Auslöser dafür kommt nicht unbedingt aus Europa, sondern besser gesagt aus Übersee, den USA. Dort wüten gerade vernichtende Nachrichten in der Vaping Szene und selbst überzeugte Vaper ziehen in Erwägung wieder auf normale Zigaretten umzusteigen, sogar Donald Trump hat sich negativ über das Vaping geäußert. Dass diese Fälle jedoch Einzelfälle und einen besonderen Hintergrund haben, bleibt hierbei völlig außer Acht gelassen, stattdessen wird der komplette E-Zigaretten-Konsum in Frage gestellt.

Doch was hat es wirklich auf sich mit den gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen der E-Zigarette und den Vorfällen in den USA? Hierzu kursieren zurzeit Gerüchte über die Verwendung von synthetischem THC, sowie Vitamin-E-Azetat in Liquids…

Dies führt uns zu der Frage: Was genau ist eigentlich THC?

THC, welches ein psychoaktives Cannabinoid ist, steht für Tetrahydrocannabinol und ist eine chemische Verbindung. Dieser Stoff ist in Deutschland, sowie in vielen anderen europäischen Ländern illegal und gilt als Betäubungsmittel, wobei es medizinisch begründete Ausnahmen gibt. THC ist jedoch nur eines von unzähligen verschiedenen Stoffen, die sich in der Cannabispflanze befinden. Einige weitere bekannte Extrakte sind beispielsweise CBD oder CBG, wobei diese nicht berauschend auf die Psyche wirken und völlig legal in Deutschland, sowie in der restlichen EU sind.

Selbstgemischtes THC in E-Liquiden

THC sollte dabei nicht immer nur als böses Rauschmittel gesehen werden, denn schließlich wird es ebenfalls in geringem Maße in der Medizin verwendet. Das Problem bei den Vorfällen in den USA war allerdings, dass es sich bei dem konsumierten Liquid nicht um THC, sondern sich allen Anschein nach um synthetisch hergestelltes THC handelt. Dieser wird chemisch so konstruiert, dass es einer herkömmlichen THC-Struktur gleicht, jedoch nicht dieselbe Wirkung besitzt. Die verwendeten Stoffe stammen laut dem BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) nicht aus dem üblichen Handel und wurden höchstwahrscheinlich illegal zusammengemischt. Die Auswirkungen sind, wie nun mittlerweile bekannt, äußerst gefährlich und können sogar tödlich enden. Laut der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC (Centers for Disease Control) sind bereits Dutzende Konsumenten tödlich verunglückt.

Die amerikanische Regierung schlägt Alarm und reagiert völlig irrational auf diese Fälle. Der Präsident droht sogar mit völligem Verbot von E-Liquiden, ohne darauf einzugehen, dass es sich bei den Liquiden um zusammengemischtes THC handelt. In Europa sind solche Vorfälle nicht bekannt, was nicht zuletzt daran liegt, dass hierzulande deutlich strengere Kontrollen herrschen als in den USA. Doch vor allem die kritische Kombination aus THC und Vitamin-E-Azetat macht das Liquid besonders bedenklich.

Was ist Vitamin-E-Azetat?

Vitamin E Azetat ist ein synthetisches Tocopherylacetat, das an Essigsäure gebunden ist. Es besitzt eine geruchslose, sowie farblose, ölige Konsistenz und wird erst im Körper in ein Vitamin umgewandelt. Es ist im Gegensatz zum gewöhnlichen Vitamin E besonders lange haltbar und sehr stabil, weshalb es auch häufig für die Herstellung von Cremes und Medikamenten verwendet wird. Vitamin-E-Azetat ist als Medizinprodukt apothekenpflichtig und sollte nicht ohne ärztlichen Rat eingenommen werden, da es bei hoher Dosierung Beschwerden hervorrufen kann. 

Nun geht man davon aus, dass Vitamin-E-Azetat ebenfalls zum Liquid gemischt wurde, dies ist aus mehreren Gründen nicht empfehlenswert. Zum einen ist dieses eine Säure und sollte daher nicht verdampft bzw. gemischt werden, zum anderen besitzt es eine ölige Konsistenz die ebenfalls nicht zum Dampfen geeignet ist. Vapern sollte bewusst sein, dass das willkürliche Mischen von Liquids mit beliebigen Flüssigkeiten, die nicht zum Inhalieren geeignet sind, gesundheitsschädlich sein kann.

Weitgehende Folgen für europäische Händler

Natürlich machen sich die Vaping-Konsumenten auch in Europa allmählich Gedanken, ob E-Liquide nicht doch vielleicht schädlich sein könnten, schließlich hat sich die gesamte Presse auf das Thema gestürzt und urteilt nun voreilig darüber. Hersteller und Händler von E-Zigaretten und Zubehör sind alles andere als begeistert über die einseitige Berichterstattung und die Reaktion der amerikanischen Politik, welche für einige kleinere Unternehmen das Aus bedeuten könnte. Der Umsatz für E-Zigaretten und E-Liquiden ist laut dem Magazin „Welt“ auch in Deutschland bereits bei ca. 88 % der Händler gesunken. Viele Nutzer steigen sogar wieder auf herkömmliche Zigaretten um, obwohl diese nachweislich schädlicher sind als Dampfen.

Zu all diesem Wirrwarr in den Vereinigten Staaten sollte man nun einen klaren Kopf behalten. Sicherlich sollte das Thema nicht heruntergespielt werden, da es sich bei den Todes- bzw. Erkrankungsfällen um ernste Angelegenheiten handelt. Dass aber die Politik und die Medien alles rund um E-Zigaretten oder E-Liquiden verteufeln, ist weder objektiv noch vorteilhaft für die Beteiligten. Man sollte hier speziell auf die konsumierten Produkte bzw. Stoffe eingehen und strengere Kontrollen, ähnlich der EU, in Betracht ziehen, statt den gesamten Vaping Bereich auf die schwarze Liste zu setzen. 

Nutzern von E-Zigaretten hierzulande sollte generell nahegelegt werden, dass die Herkunft und die Qualität der E-Liquide beachtet werden muss. Deshalb sollten Kunden stets Liquide konsumieren, die in der EU hergestellt werden, da hier die Richtlinien bezüglich Tabakwaren streng geregelt sind. Es ist abzuwarten, wie sich die Lage entwickeln wird, bis dahin sollte der europäische E-Zigaretten Markt sich nicht von den Vorfällen verunsichern lassen.  

Zu unseren Liquids hergestellt nach EU-Richtlininen…

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