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HERRLAN - PSM Technik
nach Ztm. J. Herrmann
für die rationelle Modellherstellung
 
 HERRLAN - PSM
Stumpf-Modell-TechnikStumpfmodell-Technik
HERRLAN - ADR
Verzerrungsfreie Abformungen
ADR Aufbißdruckregulator
HERRLAN - PSM
Säge- / Lamellen-Technik
Lamellen-/Sägetechnik


HERRLAN - PSM I & II
Präzisions-Stumpf-Modelltechnik
nach Ztm. J. Herrmann
Das präziseste und wirtschaftlichste System für die Herstellung von Präzisions-Stumpf-Modellen
in der Kronen-, Brücken- und Kombinationstechnik.

1. Arbeiten mit dem HERRLAN-PSM I & II-System
2. Anmischen des HERRLAN-PSM-Stumpfmaterials
3. Einfüllen des PSM-Materials
4. Einstecken der PSM-Dowel-Pins
5. Ausblocken der untersichgehenden Stellen in der Abformung
6. Ausgießen der Abformung
7. Entnahme der PSM-Stümpfe
8. Fertigstellen der PSM-Stümpfe
9. Jacketkronen und Stiftzähne

Physikalische Angaben:

  1. Mischungsverhältnis
  2. Viskosität
  3. Topfzeit
  4. Abbindezeit
  5. Druckfestigkeit
  6. Zugfestigkeit
  7. Biegefestigkeit
  8. Temperaturstabilität
  9. Expansion
10. Kontraktion
Katalysator : Pulver 1 : 2-3
500 - 800 cp
ca.   5 - 7 Minuten bei 22° C.
ca. 15 Minuten bei 22° C.
19,60 kgf/mm²
  9,00 kgf/mm²
10,02 kgf/mm²
175,0° C.
     0 (gemessen an Silikon-, Polyether- & Hydrocolloid
     0 -Oberflächen bei Schichtstärken unterhalb von 10 mm)









 

1. Arbeiten mit dem HERRLAN-PSM I-System:
unter Verwendung der PSM-Dowel-Pins mit Steckstift und verkürztem Retentionsteil auf der Basis von Silikon-Abformmassen.
A c h t u n g:
Abformungen auf der Basis von Polyether-Gummi müssen vor der Modellherstellung mit IsoPe neutralisiert und mit PSM II verarbeitet werden.
Abdruckvorbereitung:
Säubern Sie den Abdruck mit einem Reinigungsmittel gründlich von Blut-, Fett- und Speichelresten.
Falls die Abformung schlecht einsehbare Bereiche besitzt, kann der Rand im vestibulären Bereich der Stümpfe - soweit für die anzufertigende Zahnersatzrestauration nicht benötigt - zurückgeschnitten werden.

2. Anmischen des HERRLAN-PSM-Stumpfmaterials:
Mischen Sie das Stumpfmaterial in einem flexiblen Gefäß nach Volumenanteil wie folgt an:
1 Anteil Katalysator : 2 - 3 Anteile Pulver
Die notwendige Menge Katalysator zum Anrühren für 2 - 3 Stümpfe in einen Resi-Mix-Becher geben (Abb. 1) und unter mehrmaliger Zugabe geringer Mengen Pulver (Abb. 2) anrühren.
 
Abb. 1
Wurde die Pulvermenge zu
groß gewählt, so erfolgt die 
Aushärtung zu früh.
Das PSM-Material sollte
wie bei einem Autopolymerisat
gewohnt angerührt werden.
 
Abb. 2

Beachten Sie, dass das PSM-Material eine Verarbeitungszeit von 5 - 7 Min. bei 22° C. und eine Abbindezeit von 15 Min. besitzt.
HERRLAN-PSM immer sorgfältig vor Wärme und Lichteinwirkung lagern.
Wir empfehlen die Aufbewahrung in einem Kühlschrank.

3. Einfüllen des PSM-Materials:
Gießen oder geben Sie mit einem Tropfinstrument die PSM-Masse blasenfrei bis zur Höhe des Cervikalrandes (Abb. 3 & 5 ) in die Stumpfnegative der Abformung.
Mehrmaliges, portionsweises Auffüllen mit dem Tropfinstrument
(Abb. 4) bis zur kompletten Füllung des Stumpflumens (Abb. 5).
 
  
Abb. 3

Abb. 4
 
Abb. 5


4. Einstecken der PSM-Dowel-Pins:
Die Dowel-Pins sind unmittelbar nach Füllung des Stumpfes mittig einzustecken und nach Augenmaß zu parallelisieren (Abb. 6 & 7).
 
Abb. 6

Abb. 7

A c h t u n g:
Sollte das PSM-Material während der Verarbeitung zu dickflüssig werden, so haben Sie einmalig die Möglichkeit, PSM-Katalysator zuzugeben und die Masse neu aufzurühren.
- Aus diesem Vorgang ergibt sich eine Verlängerung der Topf- und Abbindezeit. -
Wiederholen Sie diesen Vorgang keinesfalls mehrmals, sonst härtet das PSM-Material nicht mehr vollständig aus und seine Dimensionstreue ist nicht mehr gewährleistet.
Bei Anwendung des HERRLAN-PSM-Systems bleibt der Gingivalsaum des Modells vollständig erhalten.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Dowel-Pins, soweit eine erforderliche Pin-Parallelisierung dies zuläßt, möglichst zentral im Zahnkranzbereich ausgerichtet werden (Abb. 7 & 8).

Nach dem Erhärten der PSM-Masse wird auf deren Bodenfläche pyramiden förmig vom Cervikalrand zum Dowel-Pin hin neue PSM-Masse konisch aufgebaut (Abb. 7 & 8).
Wi c h t i g:
Der Retentionsteil und Schaftansatz des Dowel-Pins muss vollständig im PSM-Material eingebettet und darf nicht mehr sichtbar sein (Abb. 8).
 
Abb. 8
 
Abb. 9


Das Wichtigste bei diesem Arbeitsschritt ist das möglichst glattflächige und konische Aufbauen der Stumpf-Basisflächen unter Vermeidung von untersichgehenden Bereichen (Abb. 9).
A c h t u n g:
Keinesfalls dürfen die Stümpfe vor dem Ausgießen mit Modellgips aus dem Abdruck herausgenommen werden (kein Reponieren) !!!!

5. Ausblocken der untersichgehenden Stellen in der Abformung:
Nach erfolgtem Füllen, konischem Aufbauen und Aushärtung aller Stümpfe, sollten evtl. vorhandene untersichgehende Stellen im Cervikalbereich der Abformung ausgeblockt werden (Abb. 10).
In Folge der Fadenwirkung kann es zur Ausbildung von untersichgehenden Cervikalsaum-Bereichen kommen (Abb. 10).
 
Abb. 10

Abb. 11
 
Abb. 12

Diese sind durch Ausblocken (PSM-Blocker) zu beseitigen.
Andernfalls wäre ein Abbrechen dieser untersichgehenden Cervikalsäume beim späteren Herausdrücken der Stümpfe aus dem fertigen Modell die Folge.
Hierzu benötigen Sie ein Skalpell und den PSM-Blocker. Die erkennbar untersichgehenden Stellen in der Abformung werden nach Augenmaß parallelisiert (Abb. 11, 12 & 13) und anschließend werden die
Dowel-Pin-Finder vorsichtig auf die Enden der Dowel-Pins aufgesteckt und fahnenartig nach vestibulär ausgerichtet (Abb. 14 ).
  
Abb. 13
 
Abb. 14

6. Ausgießen der Abformung:
Der Abdruck kann nun sofort ausgegossen werden, ohne die Oberflächen der Stümpfe, die Dowel-Pins oder -Finder zu isolieren.

7. Entnahme der Stümpfe:
Nach dem Abbinden des Sockelmaterials und Entformung des Modells trimmen Sie den Modell-Sockel seitlich so weit, bis die Dowel-Pin-Finder als rote Rechtecke im Sockel sichtbar sind (Abb. 15 & 16).
Danach werden die Steckstifte der Dowel-Pins entfernt. Ober- und Unterkiefermodell werden anschließend in Artikulation gesetzt (Abb. 15) und erst danach hebeln Sie die roten Finder mit einem spitzen Hilfsmittel (z.B. Stichel oder Dreikant) mühelos aus dem Sockel heraus (Abb. 16).
  
Abb. 15
 
Abb. 16

In den entstandenen Kammern sind die Schaft-Enden der Pins sichtbar freigelegt (Abb. 17 & 18) und die Stümpfe können nun, mit einem kleinen Schraubenzieher, durch leichten Druck unter den Pin dem Zahnkranz entnommen werden (Abb. 19).
 
Abb. 17

Abb. 18
 
Abb. 19

Ein Verdrehen beim Wiedereinsetzen ist durch den seitlichen Planschliff der Dowel-Pins, sowie durch die individuelle konische Stumpfbasis ausgeschlossen
(Abb. 20 & 21).
 
Abb. 20
 
Abb. 21


Zum Entnehmen der Stümpfe aus dem Modell ist, durch die seitliche Zugänglichkeit der Pin-Enden, ein Herausnehmen des Modells aus dem Artikulator nicht mehr erforderlich (Abb. 15 & 19) !
 
Abb. 15
 
Abb. 19

8. Fertigstellung der PSM-Stümpfe:
Um die Kontrolle des Kronenrandes beim Modellieren oder Aufschichten der Keramik zu erleichtern, tragen Sie mit einer Hartmetall-Fräse evtl. störende Bereiche (Abb. 21) unterhalb der Präparationsgrenze ab.
 
Abb. 21

A c h t u n g:
Nur äußere Randbereiche der Stumpfbasis (Pyramide) bearbeiten.
Der zentrale Teil der pyramidenförmigen Stumpfbasis um den Pin herum, sollte im Hinblick auf eine zusätzliche Sicherung der vertikalen Lagerstabilität des Stumpfes, im Modell erhalten bleiben!
Da der PSM-Werkstoff den Zahnstumpf dimensionsgetreu wiedergibt, also keine Expansion wie bei Materialien auf Gipsbasis stattfindet, bringen Sie nun zur Simulation des Zementspaltes einen Stumpflack ( mindest Schichtstärke ca. 0,10 - 0,3 mm) auf die Stümpfe auf, wobei die Lackierung ca. 0,05 - 1 mm oberhalb der Präparationsgrenze enden sollte um einen exakten Randschluß bei der Eingliederung der fertigen Arbeit zu garantieren.
Für Neuanwender, die Ihre Arbeiten bisher auf der Basis von reinen Gipsmodellen gefertigt haben, sei an dieser Stelle nochmals betont, dass bei der Stärke der Lackierung die nicht mehr gegebene Expansion des Gipses und die Kontraktion des Abformmaterials berücksichtigt werden müssen (Da diese Parameter nicht beschreibbar sind, wenden Sie sich für diese Werte bitte an die Hersteller dieser Materialien); andernfalls wird bei der Eingliederung die fertige Restauration als zu “stramm” empfunden, da der überschüssige Zahnzement durch einen jetzt erreichten exakten Randschluss nicht komplett abfließen kann.

9. Jacketkronen und Stiftzähne:
Bei Jacketkronen und Stiftzähnen arbeiten Sie nach der Anleitung bis zum Punkt 3. Einstecken der PSM-Dowel-Pins. Nachdem Sie nun die Jacket- u./o. Stift-Stumpfnegative der Abformung bis zum Cervikalrand mit PSM-Werkstoff gefüllt und den Dowel-Pin gesetzt haben, lassen Sie das PSM-Material vollständig aushärten.
Danach schneiden Sie sich PSM-Trennlamellen zurecht (Abb. 22) und setzen diese, wie in der Abb. 23 gezeigt, als Abschottung für den erforderlichen Stumpfbasis- bzw. Zahnkranzanteil in die Abformung.
 
Abb. 22

Abb. 23
 
Abb. 24
A c h t u n g:
Trennlamellen konvergierend setzen (wie beim Anlegen von Sägeschnitten) !
Der Zahnkranzbereich zwischen den Abschottungen wird mit PSM-Material ausgegossen (Abb. 13 & 24), nach Aushärtung die Finder aufgesetzt (Abb. 14) und mit Punkt 5. Ausgießen der Abformung, weitergearbeitet. Durch den Einsatz von PSM-Trennlamellen aus verwindungsfreiem Edelstahl, erhalten Sie im Vergleich zu herkömmlichen Sägeschnitt-Techniken, erheblich feinere Modellschnitte 
(Abb. 25 & 26  ).
 
 Abb. 25
 
Abb. 26